Geschichte der VKH Sterbegeldversicherung

Die Männer der Maschinenabteilung Hochofen der Dortmunder Westfalenhütte gründeten im Frühjahr 1923 die „Sterbegeld-Beihilfe“ und legten damit den Grundstein für die heutige Vorsorgekasse Hoesch (VKH). Zunächst als Hilfe im Todesfall unter der Kollegenschaft gedacht wuchs die Anzahl der Beteiligten rasch. 1924 beteiligten sich schon 300 Mitglieder, von denen im Todesfall eines Kollegen jeder eine Reichsmark an die Angehörigen zahlte. Damit wollten die Arbeiter die Not der Angehörigen nach einem Todesfall mildern. Zwar hatte Werksgründer Leopold Hoesch schon unmittelbar nach dem Bau der Westfalenhütte im Jahre 1871 wichtige Sozialeinrichtungen, wie die „Fabrikkrankenkasse“ (1874), die „Pensions- Witwen und Waisenkasse für Beamte“ (1872) sowie die „Arbeiter Versorgungskasse“ (1906) eingeführt; doch das und das spätere staatliche Sozialpaket reichten nicht immer aus. Starb ein Kollege, geriet seine Familie oft in große finanzielle Schwierigkeiten.

Nach Aufforderung der Stadtverwaltung und zunächst massiven Protesten durch die Arbeiterschaft wurde die „Sterbegeld-Beihilfe“ 1936 der Zuständigkeit des Versicherungsamtes der Stadt Dortmund unterstellt. Dadurch wurde die „Sterbegeld-Beihilfe“ erstmals rechtsfähig und statt im Umlageverfahren wurden die Leistungen nach versicherungsmathematischen Grundlagen gezahlt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Kasse enorm und musste sich deswegen dem Bundesaufsichtsamt für Versicherungs- und Bausparwesen in Berlin unterstellen. Damit einher ging eine Namensänderung zur „Sterbegeld-Beihilfe der Belegschaft der Hoesch Westfalenhütte AG“. Die Fusion der Dortmund-Hörder Hüttenunion mit der Hoesch AG 1966 führte zu einem erneuten rasanten Anstieg der Mitgliedszahlen. Der Geltungsbereich der Sterbekasse wurde auf die gesamte Belegschaft der Werke Phoenix und Union erweitert, womit die Kasse 10.000 Mitglieder fasste. Dies führte aus verwaltungstechnischen Gründen dazu, dass seitdem die Mitgliedsbeiträge auch direkt vom Gehalt einbehalten werden können. Drei Jahre darauf bot die Sterbekasse ihre Leistungen im gesamten Hoesch-Konzern an.

Ab dem 1. Januar 1970 wurde dann die Möglichkeit der sogenannten „Kindermitversicherung“ zusätzlich zur Sterbegeldversicherung bei einer monatlichen Zahlung von 0,10 DM und einer Versicherungssumme von 1.000 DM angeboten. Die Sterbekasse wuchs weiter: Sowohl die Mitgliedszahlen als auch das Vermögen und die Leistungen kletterten in den folgenden Jahren immer höher. 1983 bekam die Sterbekasse ihren heutigen Namen: „Vorsorgekasse Hoesch Dortmund Sterbegeldversicherung VVaG“ (VKH).

Die Vorsorgekasse Hoesch Dortmund Sterbegeldversicherung VVaG blickt auf eine fast einhunderjährige Geschichte zurück